Die baden-württembergischen Abgeordneten haben sich pünktlich zum 1. Juli eine Diätenerhöhung von 2,7% spendiert. Die Diät beträgt nun 5125 Euro. Das sind 135 Euro im Monat mehr.
Das ist gerade schwäbischer Geiz verglichen mit der Diätenerhöhung im Düsseldorfer Landtag, die zwar "nur" 2,38 % beträgt, aber am 1. Januar 2010 auf 9979 Euro steigt. Da ist der Hinweis angebracht, dass es sich um monatliche Bezüge handelt, die um 262 Euro steigen werden. (http://www.zeitong.de/news/fulda/d/da/2009/06/26/landtag-verabschiedet-sich-mit-diaetenerhoehung-in-die-sommerpause/)
Rentner in Westdeutschland bekommen zum 1. Juli 2009 eine Rentenerhöhung von 2,41 %, die Rentner in den neuen Bundesländern 3,38 %. (http://www.mdr.de/nachrichten/6211417.html)
Das Durschnittseinkommen von Arbeitern 2007 findet man hier
(https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1022282) Es betrug ca. 2300 Euro.
Die Erzieherinnen in den Kindergärten streiken immer noch mit den Kommunen um bessere Arbeitsbedingungen.
Beachtlich wie lange Politiker, Abgeordnete diskutieren können, wenn es um das Geld anderer geht, beim eigenen aber schnell den Arm nach oben bewegen.
Freiberuflern und Selbständigen in der IT wurden in mehreren großen Unternehmen die Bezüge um 10 - 22 % gekürzt. Da gab es auch keine lange Diskussion, die Ankündigungen enthielten nur den lapidaren Satz, dass in der Kürzung keine Geringschätzung der Arbeit zu sehen habe und dass man sich bis Ende des Monats zu entscheiden habe, ob man die Kürzung annehme, ansonsten könne es keine Folgebeauftragung geben. Da denkt man, bei einem Arbeitskräftemangel steigen die Einkommen. (http://de.reuters.com/article/economicsNews/idDEBEE5610CL20090702)
Welche Politiker machen sich gleich für Bildung stark?
Welche Politiker spenden die Erhöhung zum Beispiel einer Tafel oder "Laib und Seele", einem Kindergarten?
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Dienstag, 7. Juli 2009
Montag, 6. Juli 2009
In memoriam DDR
In Güstrow saßen sie bei einem Stück Stachelbeerbaiser und verdauten die Fruchttorte, das suße Eiweiß, das an manchen Stellen etwas zu braun geraten war und die barlachschen Bronzefiguren.
"Ach ja", seufzte der Westgeborene, "die DDR hatte schon ihre guten Seiten. Die Mieten waren günstig, das Brot kostete eine Mark und der Zusammenhalt war einfach besser."
"Das will ich dir vorrechnen", erwiderte R., die Ostgeborene, "das Stipendium war 180 Mark, mein Mann hatte als Bäcker mit ARbeitszeiten von 4 Uhr früh 360 Mark. Ein Wintermantel kostete 300 Mark."
"Als Student sollte man nicht im Exquisit* kaufen wollen", warf der Kollege leicht zynisch ein.
"Exquisit?!", R wurde streitbarer und sowohl ihr Ton als auch ihr Gesicht drückten das deutlich aus, "da kostete ein Mantel 700 Mark."
Die Kellnerin wurde in das Gespräch hineingezogen: "Was haben Sie in der DDR für einen Wintermantel bezahlt?", fragte R.
"Na, im normalen Laden so mindestens 300", gab die Bedienung zurück.
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* Exquisit, Läden mit höheren Preisen, mit denen die Kaufkraft abgeschöpft werden sollte. Exquisit-Läden bei Wikipedia
"Ach ja", seufzte der Westgeborene, "die DDR hatte schon ihre guten Seiten. Die Mieten waren günstig, das Brot kostete eine Mark und der Zusammenhalt war einfach besser."
"Das will ich dir vorrechnen", erwiderte R., die Ostgeborene, "das Stipendium war 180 Mark, mein Mann hatte als Bäcker mit ARbeitszeiten von 4 Uhr früh 360 Mark. Ein Wintermantel kostete 300 Mark."
"Als Student sollte man nicht im Exquisit* kaufen wollen", warf der Kollege leicht zynisch ein.
"Exquisit?!", R wurde streitbarer und sowohl ihr Ton als auch ihr Gesicht drückten das deutlich aus, "da kostete ein Mantel 700 Mark."
Die Kellnerin wurde in das Gespräch hineingezogen: "Was haben Sie in der DDR für einen Wintermantel bezahlt?", fragte R.
"Na, im normalen Laden so mindestens 300", gab die Bedienung zurück.
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* Exquisit, Läden mit höheren Preisen, mit denen die Kaufkraft abgeschöpft werden sollte. Exquisit-Läden bei Wikipedia
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